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Links: Weibchen, rechts: Männchen
Links: Männchen, rechts: dunkles Weibchen
Links rotbraunes, rechts dunkelbraunes Weibchen
Erwachsenes, rotbraunes Weibchen
Zwei Weibchen, rechts ein halbwüchsiges
Links: Portrait eines dunkelbraunen Weibchens
Rechts: Rotbraunes Weibchen mit Höckern
Links: Junges Weibchen mit parasitierender
Schlupfwespen-Larve
Rechts: Weibchen im Netz
Drei Bilder eines halbwüchsigen Weibchens beim
Netzbau
Männchen und Weibchen bei der Balz
Noch ziemlich geschlossene und auseinanderstrebende Traube
mit Jungtieren
Körperlänge beim Männchen 5-11, beim Weibchen
12-18 mm
Reife Tiere von August bis Oktober
Die Gartenkreuzspinne (Araneus diadematus) ist im Spätsommer und Herbst eine der häufigsten Radnetzspinnen an Waldrändern, in Gärten, auf Ödland usw., in der Individuenzahl nur noch übertroffen von der Herbstspinne (Metellina segmentata).
Die Art baut ihr Netz gewöhnlich in Bodennähe oder an den unteren Ästen von Bäumen und Sträuchern. Im Gegensatz zu den anderen Araneus-Arten sitzt sie tagsüber meist in der Nabe des oft leicht geneigten Netzes. Zur Paarungszeit im August/September sucht das (wesentlich schlankere und langbeinigere) Männchen das Netz eines reifen Weibchens auf, wo es durch zunehmend heftiges Zupfen auf sich aufmerksam macht, bis das Weibchen, sofern paarungswillig, die Nabe verläßt.
Im September/Oktober stellt das Weibchen an
verborgenen Stellen mehrere Eikokons aus gelber Fadenwolle her. Die
Jungen schlüpfen noch im Herbst aus ihren Eiern, verlassen den
Kokon aber erst im nächsten Frühjahr und werden erst nach
nochmaliger Überwinterung als Jungspinnen im zweiten Jahr nach dem
Schlüpfen aus dem Kokon erwachsen.
Im April/Mai kann man häufig die kirschgroßen Trauben mit
frischgeschlüpften, gelbschwarzen Jungtieren in der niedrigen
Vegetation sehen. Bei Störungen streben diese schnell auseinander,
um kurze Zeit später aber meist wieder zusammenzufinden, bevor sie
sich nach einigen Tagen selbstständig auflösen und die kleinen
Spinnen eigene Netze herstellen.
Dieses Zusammenballungsverhalten ist sicher keine schlechte
"Lösung" der Evolution. Viele potentielle Freßfeinde werden so ein
Knäuel optisch gar nicht in Einzeltiere auflösen und es als zu
große Beute ansehen. Die schwarzgelbe Farbe (Wespen-Mimikry) wird
ein Übriges tun, und der "Explosions"-Effekt bei Berührung wird
sicher auch den einen oder anderen Vogel er- und abschrecken (das
funktioniert, wenn unvermutet, sogar bei mir ;-)).
Zu verwechseln ist die Gartenkreuzspinne aufgrund
ihrer Größe und charakteristischen Kreuzzeichnung mit kaum einer
anderen Spinne. Die in etwa ebenso großen, aber mehr rundlich
geformten Vierfleck-Kreuzspinne
(Araneus quadratus), Marmorierte Kreuzspinne (Araneus
marmoreus) und Sumpfkreuzspinne (Araneus alsine)
sind tagsüber fast nie auf der Netznabe zu finden, sondern
ausschließlich in Schlupfwinkeln aus zusammengesponnenen Blättern
usw.
Wie aus den Bildern zu ersehen, kann die Gartenkreuzspinne in
sehr vielen Farbvarianten, von hellocker bis dunkelbraun,
auftreten. Allerdings ist die Variabilität bei der
Vierfleck-Kreuzspinne angeblich noch größer (ich selber konnte hier
immer nur gelbe und rotbraune Exemplare finden).
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