Bärtige Kuckuckshummel (Bombus barbutellus),
Feld-Kuckuckshummel (Bombus campestris) ?,
Keusche Kuckuckshummel (Bombus vestalis),
Umherstreifende Kuckuckshummel (Bombus bohemicus),
Wald-Kuckuckshummel (Bombus sylvestris)
bzw.
Norwegische Kuckuckshummel (Bombus
norvegicus).
Familie Apidae (Bienen)
Vielen Dank an Johann Neumayer für Hinweise auf
Falschbestimmungen meinerseits!
(Klicken auf Bilder für größere Fotos)
Ackerhummel (Bombus pascuorum), links Drohn, rechts Königin
Körperlänge 9-18 mm
Ackerhummel-Männchen (Bombus pascuorum)
Ackerhummel-Jungkönigin (Bombus pascuorum), aufgenommen Anfang Oktober
Erdhummel (Bombus terrestris), Königinnen
Körperlänge 12-23 mm
Zwei Abbildungen der Hellgelben Erdhummel (Bombus lucorum)
Körperlänge 11-20 mm
Wahrscheinlich Feld-Kuckuckshummel (Bombus campestris)
Körperlänge 15-25 mm
Gartenhummel (Bombus hortorum), rechts Männchen
Körperlänge 11-20 mm
Links: Die Bärtige Kuckuckshummel (Bombus barbutellus)
Körperlänge 10-20 mm
Rechts: Ein Weibchen der Umherstreifenden Kuckuckshummel
(Bombus bohemicus)
Männchen der Umherstreifenden Kuckuckshummel (Bombus bohemicus)
Körperlänge 15-25 mm
Baumhummel (Bombus hypnorum), links Königin, rechts Drohn
Körperlänge 16-17 mm
Steinhummel (Bombus lapidarius), links: Königin,
rechts: Männchen (mit gelber Thorax-Binde)
Eine Arbeiterin der Steinhummel (Bombus lapidarius)
Körperlänge 12-22 mm
Wiesenhummel (Bombus pratorum), links Drohn, rechts Königin
Körperlänge 11-17 mm
Wiesenhummel (Bombus pratorum), Königin
Waldhummel (Bombus sylvarum)
Körperlänge 10-18 mm
Links: Ein Männchen der Wald-Kuckuckshummel (Bombus
sylvestris) oder Norwegischen Kuckuckshummel (Bombus
norvegicus);
die Arten sind nur durch mikroskopische Untersuchung
unterscheidbar.
Körperlänge 13-16 mm
Rechts: Möglicherweise die dunkle Farbform der Distelhummel
(Bombus soroeensis proteus), wahrscheinlicher aber
eine Steinhummel-Arbeiterin (Bombus lapidarius)
Körperlänge 8-18 mm
Wald-Kuckuckshummel (Bombus sylvestris), in copula
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Keusche Kuckuckshummel (Bombus vestalis)
Körperlänge 15-22 mm
Hummeln gehören sicher zu den bekanntesten Insekten, doch kaum einer kann die verschiedenen Arten benennen. Die Unterscheidung ist, von einigen wenigen, leicht kenntlichen Arten abgesehen, oft auch für den Experten nicht ganz einfach. Der Laie sollte neben der Färbung unbedingt auch den Zeitpunkt des Auftretens im Jahr berücksichtigen.
Die leicht erkennbare Erdhummel (Bombus terrestris) ist nicht nur unsere größte Hummel, ihre Königinnen beginnen auch bereits im zeitigen Frühjahr, oft schon an den ersten warmen Februar- oder Märztagen mit der Nistplatzsuche. Wie der Name schon sagt, brütet sie fast ausschließlich in Erdhöhlen (wobei Mauselöcher bevorzugt werden; die Königinnen nehmen Mäusegeruch über große Entfernungen wahr).
Im Gegensatz zur eher orangefarbenen Thorax-Behaarung der gewöhnlichen Erdhummel ist die der Hellgelben Erdhummel (Bombus lucorum) immer rein zitronengelb. Sie tritt ähnlich früh wie die Erdhummel auf und zeigt ähnliche Nistgewohnheiten, wird aber gewöhnlich nicht ganz so groß (zählt aber immer noch zu den größten Hummeln).
Sehr ähnlich ist die Gartenhummel (Bombus
hortorum), die man aber meist erst ab Mai/Juni beobachten kann.
Sie ist ebenfalls recht groß, aber meist noch etwas kleiner als die
Hellgelbe Erdhummel. Wesentlichstes Unterscheidungsmerkmal zu
dieser ist, daß das gelbe Hinterleibsband sich auf dem ersten
Hinterleibssegment, direkt hinter der Einschnürung, befindet (bei
B. lucorum auf dem zweiten). Es kann, besonders bei den
Arbeiterinnen, seltener bei der Königin, aber auch unterbrochen
sein oder ganz fehlen.
Die Gartenhummel nistet meist dicht unter oder über dem
Erdboden, zum Beispiel zwischen Pflanzenwurzeln o.ä.
Eine der am leichtesten kenntlichen und häufigsten Arten ist die vom späten Frühjahr bis weit in den Herbst (eine der letzten Hummeln) auftretende, blaß bräunlich bis leuchtend orange auf dem Thorax behaarte, mittelgroße Ackerhummel (Bombus pascuorum). Ihr Hinterende ist weißgrau bis schmutzig-cremefarben behaart. Sie bevorzugt ähnliche Nistplätze wie die Gartenhummel.
Auf den ersten Blick durch den rotbraunen Thorax-Pelz mit der Ackerhummel verwechselbar ist die Baumhummel (Bombus hypnorum), das helle Hinterende ist jedoch reinweiß und klar gegenüber den dunklen Haaren abgesetzt. Diese weitverbreitete Hummelart brütet meist oberirdisch in Baumhöhlen, leeren Nistkästen usw. Sie gilt als eine der aggressivsten Hummelarten. Königinnen kann man bereits im März beobachten.
Die Steinhummel (Bombus lapidarius) tritt ebenfalls bereits im zeitigen Frühjahr auf. Die Königin wird fast so groß wie die der Erdhummel, ist aber deutlich schlanker. Die Hummel ist dicht schwarz behaart, mit einem orangerotem Hinterende. Sie baut ihre Nester teils unterirdisch in Mäusenestern, teils oberirdisch wie die (hier nicht abgebildete) Baumhummel (Bombus hypnorum) in alten Vogelnestern, Nistkästen u.ä. Im Gegensatz zu den meisten anderen Hummeln verteidigen diese beiden Arten ihre Nester bei groben Störungen auch meist recht aggressiv.
Es gibt noch viele, meist deutlich kleinere dunkle Hummelarten mit orangenem oder rotem Hinterende, die nicht leicht auseinanderzuhalten bzw. von der Steinhummel zu unterscheiden sind. Deshalb kann ich für die drei hier noch abgebildeten Arten auch keine Garantie für die Sicherheit der Identifikation geben.
Die recht seltene Distelhummel (Bombus soroeensis) tritt in zwei farblich völlig unterschiedlichen Varianten auf, die sich aber untereinander kreuzen und viele Mischformen bilden (was die Identifikation nicht unbedingt) erleichtert). Die eine Hauptform (B. soroeenis soroeensis) ähnelt einer kleinen, hellen Gartenhummel, die andere (B. soroeensis proteus) einer kleinen Steinhummel. Das Hinterende ist aber gewöhnlich etwas heller orange bis dunkelgelblich.
Die Wiesenhummel (Bombus pratorum) ist eine kleine, stark pelzige Hummel, die zwar nicht so früh im Jahr erscheint wie die Erdhummeln, aber häufig im Juli schon wieder verschwunden ist. Sie brütet gewöhnlich oberirdisch in Baumlöchern, alten Vogelnestern usw.
Anders, als ihr Name vermuten läßt, ist die Waldhummel (Bombus sylvarum) eine Art des offenen Flachlands.Als Beispiele für Kuckuckshummeln seien hier noch die Bärtige Kuckuckshummel (Bombus barbutellus), die Feld-Kuckuckshummel (Bombus campestris), die Umherstreifende Kuckucks-Hummel (Bombus bohemicus), die Keusche Kuckuckshummel (Bombus vestalis) und die Wald- bzw. Norwegische Kuckuckshummel (diese beiden Arten lassen sich nach Foto nicht unterscheiden) abgebildet.
Kuckuckshummeln bauen keine eigenen Staaten auf,
sondern leben als Brutschmarotzer bei anderen Hummelarten, denen
sie oft verblüffend ähneln (eine Ausnahme bildet die hier
vorgestellte Art, die bei mehreren Arten parasitiert und deshalb
keiner wirklich gleicht). Die Weibchen besitzen deshalb auch keine
Pollensammelbürsten, sondern fliegen Blüten (wie auch alle
Hummelmännchen) nur zur Eigenversorgung an.
Wegen dieser unterschiedlichen Lebensweise wurden die
Kuckuckshummeln früher in die eigene Gattung Psithyrus
gestellt, inzwischen rechnet man sie aber ebenfalls zur Gattung
Bombus.
Die Bärtige Kuckuckshummel lebt vor allem in Nestern der Garten-
(B. hortorum), seltener der Feldhummel (B.
ruderatus), die Umherstreifende Kuckuckshummel schmarotzt bei
der Hellgelben Erdhummel (B. lucorum), die
Wald-Kuckuckshummel hauptsächlich bei der Wiesenhummel (B.
pratorum), die Norwegische Kuckuckshummel ausschließlich bei
der Baumhummel (B. hypnorum).
Der Wirt der recht häufigen Keuschen Kuckuckshummel schließlich
ist die weitverbreitete Erdhummel (B. terrestris), evtl.
auch die Hellgelbe Erdhummel (B. lucorum), der der
Feld-Kuckuckshummel die Ackerhummel (B.
pascuorum), seltener auch andere Hummelarten. Dies ist ein
Beispiel dafür, daß eine Kuckuckshummel ihrem Wirt nicht besonders ähnlich ist.
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