Großer Wollschweber (Bombylius major)
Körperlänge 10-12 mm
Reife Tiere von März bis Juni
Trauerschweber (Anthrax anthrax)
Körperlänge 12-15 mm
Reife Tiere von Mai bis September
Die Schweber ähneln stark behaarten Schwebfliegen und können wie diese unbeweglich vor Blüten in der Luft schweben, doch sind sie mit dieser Familie nicht näher verwandt. Einige Arten, wie der oben abgebildete Große Wollschweber (Bombylius major), haben extrem lange Saugrüssel, mit denen sie, ähnlich wie Hummeln, denen sie durch ihren Pelz auch ähneln, zum Nektarsaugen tief in Blüten eindringen.
Die Trauerschweber haben kürzere Rüssel, fliegen reißender und sind nicht so stark behaart. Wie fast alle Gattungen der Familie leben aber auch ihre Larven parasitisch in den Bauten von solitären Bienen und Wespen, mitunter auch als "Hyperparasiten" an oder in den Larven von Raupenfliegen, welche wiederum Schmetterlingsraupen parasitieren.
Das Weibchen des Großen Wollschwebers "tarnt"
gewissermassen seine legebereiten Eier, indem es von Zeit zu Zeit
seinen Hinterlaub in den staubigen Erdboden stupft und dabei die
Eier mit einer feinen Erdschicht einpudert. Anschließend wirft es
sie vor den Nesteingängen von Wildbienen (meist Sandbienen) ab. Die
Junglarven wandern in die Nester, häuten sich dort zu trägen Maden
und leben zunächst von den Futtervorräten, anschließend von den
Bienenmaden selbst.
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