Die Schmalböcke

Familie Cerambycidae, Unterfamilie Lepturinae


Feldahorn-Bock (Alosterna tabacicolor),

Roter Halsbock (Stictoleptura rubra),

Rothörniger Blütenbock (Grammoptera ruficornis),

Gefleckter Schmalbock (Leptura maculata),

Kleiner Wespenbock (Molorchus minor),

Gefleckter Blütenbock (Pachytodes cerambyciformis),

Bleicher Blütenbock (Pseudovadonia livida),

Bissiger Zangenbock (Rhagium mordax),

Schwarzschwänziger Schmalbock (Stenurella melanura),

Schwarzer Schmalbock (Stenurella nigra),

Schlanker Schmalbock (Strangalia attenuata).


(Klicken auf Bilder für größere Fotos)

Feldahorn-Bock (Alosterna tabacicolor)

Körperlänge 6,5-8 mm
Reife Tiere von Mai bis August


Roter Halsbock (Stictoleptura rubra), links Männchen, rechts Weibchen

Körperlänge 10-19 mm
Reife Tiere von Mai bis September

Roter Halsbock (Stictoleptura rubra), Weibchen

Links: Rothörniger Blütenbock (Grammoptera ruficornis)

Körperlänge 4,5-7 mm
Reife Tiere von Mai bis August

Rechts: Gefleckter Blütenbock (Pachytodes cerambyciformis)

Körperlänge 6,5-11,5 mm
Reife Tiere von Mai bis August


Links: Bleicher Blütenbock (Pseudovadonia livida)

Körperlänge 5-9 mm
Reife Tiere von Mai bis September

Rechts: Schwarzschwänziger Schmalbock (Stenurella melanura)

Körperlänge 6-9,5 mm
Reife Tiere von Mai bis September

Schwarzschwänziger Schmalbock (Stenurella melanura), links Männchen, rechts Weibchen

Schwarzer Schmalbock (Stenurella nigra)

Körperlänge 6,5-9 mm
Reife Tiere von Juni bis Juki


Kleiner Wespenbock (Molorchus minor)

Körperlänge 15-17 mm
Reife Tiere von April bis Juli

Bissiger Zangenbock (Rhagium mordax)

Körperlänge 13-22 mm
Reife Tiere von April bis Juni


Bissiger Zangenbock (Rhagium mordax)



Schlanker Schmalbock (Strangalia attenuata)

Körperlänge 11-15 mm
Reife Tiere von Juni bis August



Hinweis: Bei den Schmalböcken hat es in den letzten Jahrzehnten aufgrund neuer Forschungsergebnisse vielerlei Neueinteilungen und Umstellungen zwischen den verschiedenen Gattungen gegeben. Was in älterer Literatur noch unter Leptura oder Strangalia geführt wurde, heißt heute Stictoleptura und Stenurella oder umgekehrt. Ähnliches gilt bei Judolia und Pachytodes und anderen Gattungen. Ich habe mich hier bemüht, die meiner Kenntnis nach aktuellen wissenschaftlichen Namen zu benutzen.

Als häufige Blütenbesucher, wo sie sich von Pollen ernähren, hat sicher jeder schon einmal die häufigsten der hübschen Bockkäfer aus der Unterfamilie der Schmalböcke (Lepturinae) gesehen. Oft findet man sie auch an Saftflüssen von Bäumen oder zur Fortpflanzung an den Brutbäumen, in deren Holz die Larven mitunter mehrere Jahre leben, also ein Vielfaches der meist nur wenige Wochen dauernden Lebenszeit der erwachsenen Käfer.

Eine ausgeprägte Balz gibt es bei den meisten Bockkäfern nicht. Gewöhnlich ergreift das Männchen kurzerhand das Weibchen mit den Klauen, mitunter wird zur Beruhigung dessen Rücken beleckt. Nach der Paarung wird das Männchen gewöhnlich schnell abgeworfen. Die Eier werden vom Weibchen mittels eines ausfahrbaren Ovipositors in Rindenritzen o.ä. der Wirtspflanze gelegt.

Früher galten einige Arten der Schmalböcke wegen des holzzerstörenden Fraßes ihrer Larven als Schädlinge. So war der häufige Gefleckte Schmalbock (Leptura maculata) als Zerstörer hölzerner Telegraphen- und Strommasten bekannt. Da es die heute kaum noch gibt, hat er mittlerweile keine Bedeutung mehr als Schädling. Das gilt auch für die weiteren Schmalböcke, die, anders als manche ihrer Verwandten aus anderen Bockkäfer-Unterfamilien (etwa der Hausbock, Hylotrupes bajulus), heute keinerlei wirschaftliche Bedeutung mehr haben.



(C) 2002-2009, Jürgen Peters

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