Links: Blaugrüne Raupenfliege (Gymnocheta viridis)
Körperlänge 10-15 mm
Reife Tiere von April bis Oktober
Rechts: Igelfliege (Tachina fera)
Körperlänge 10-15 mm
Reife Tiere in zwei Generationen von April bis
Oktober
Igelfliege (Tachina fera). Auf dem rechten Bild ist gut zu sehen, warum diese Spezies nach dem Stacheltier benannt ist...
Links: Blaßgelbe Igelfliege (Tachina lurida), Weibchen
Körperlänge 8-13 mm
Reife Tiere von April bis Juni
Rechts: wahrscheinlich Olivfarbene Raupenfliege (Exorista rustica), Weibchen
Körperlänge 8-12 mm
Links: Rotgefleckte Raupenfliege (Eriothrix rufomaculatus)
Körperlänge 10-15 mm
Reife Tiere von Juni bis Oktober
Rechts: Pflanzenwespenraupenfliege (Phyllomya
volvulus)
(Dank an Christer Bergström für die
Korrektur.)
Körperlänge 8-12 mm
Reife Tiere von Mai bis September
Links: Alte Raupenfliege (Phryno vetula)
Rechts: wahrscheinlich Rosagraue Raupenfliege (Linnaemya cf. vulpina)
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Wanzenfliege (Phasia hemiptera), links Männchen,
rechts Weibchen
Wanzenfliege (Phasia hemiptera), Männchen
Körperlänge 9-14 mm
Reife Tiere in zwei Generationen von April bis Mitte
Juni und von Anfang Juli bis Mitte September
Zwei Männchen der Goldschild-Wanzenfliege (Phasia
aurigera)
Goldschild-Wanzenfliege (Phasia aurigera), links
Männchen, rechts Weibchen
Körperlänge 9-14 mm
Reife Tiere in zwei Generationen von Ende Mai bis
Ende Juli und Mitte August bis Mitte Oktober
Beleibte Wanzenfliege (Phasia obesa), links
Männchen, rechts Weibchen
Körperlänge 5-11 mm
Reife Tiere in zwei Generationen von Ende Mai bis
Ende Juli und Mitte August bis Mitte Oktober
Die Raupenfliegen haben ihren Namen bekommen, weil die Larven der meisten Arten als Innenschmarotzer in Schmetterlingsraupen leben. Doch es gibt auch Arten, die Blattwespenlarven, Wanzen- und Heuschreckennymphen, Käfer- und andere Insektenlarven parasitieren. Viele Arten haben dadurch eine Bedeutung als biologische Schädlingsbekämpfer erlangt. Raupenfliegen sind oft auffällig gefärbte, meist stark bestachelte (dadurch oft von anderen, ähnlichen Fliegen zu unterscheiden), mittelgroße bis große Fliegen.
Die der Familie der Tachinidae namensgebende Igelfliege (Tachina fera) zeigt auch die typische Bestachelung vieler Spezies. Ebenso wie die der Blaßgelben Igelfliege (Tachina lurida), der Alten (Phryno vetula), der Blaugrünen (Gymnocheta viridis), Rosagrauen (Linnaemya vulpina) und Rotgefleckten (Eriothrix rufomaculatus) Raupenfliege parasitieren ihre Larven vor allem in größeren Nachtfalterraupen, meist Eulenfaltern, die der Pflanzenwespenraupenfliege (Phyllomya volvulus) dagegen, wie der Name schon sagt, hauptsächlich in den Larven von Blattwespen (Tenthredinidae). Ebenso die Art Exorista rustica. Andere Arten dieser Gattung befallen aber auch Eulenraupen. Die langbeinige, goldbehaarte Art Dexiosoma caninum parasitiert in Blatthornkäfer-Engerlingen.
Die leicht mit bestimmten Schmeißfliegen zu verwechselnde (auch hier gibt die stärkere Behaarung/Bestachelung Hinweise) Eulenraupenfliege (Ernestia rudis) hat sich ganz auf Raupen von Eulenfaltern, insbesondere die Kieferneule (Pannolis flammea) spezialisiert.
Bei den Wanzenfliegen der Gattungen Phasia
und Gymnosoma sagt der Name schon, daß diese Wanzennymphen
befallen, vor allem sie Baum-, aber auch Leder- und Bodenwanzen.
Die Gattung Phania ist auf Erdwanzen
(Cydnidae) spezialisiert.
Interessant ist, daß die Männchen von Phasia in Ruhe, mit
zusammengefalteten Flügeln selbst eine wanzenähnliche Gestalt
haben. Bei diesen Arten gibt es auch den bei Fliegen seltenen Fall,
daß die Weibchen deutlich größere, vorn zusammenstoßende Augen
besitzen. Gewöhnlich ist es genau anders herum.
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