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Strauchschrecke (Pholidoptera griseoaptera)
Links: Weibchen Rechts: Männchen
Körperlänge
13-18 mm
Reife Tiere von Juli bis Oktober
Strauchschrecke (Pholidoptera griseoaptera)
Links: junge Nymphe (Mai)
Rechts: fast erwachsene
weibliche Nymphe (Ende
Juni)
Eichenschrecke (Meconema thalassium), links Männchen, rechts Weibchen
Körperlänge
12-15 mm
Reife Tiere von Juli bis November
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Eichenschrecke (Meconema thalassium), links Männchen, rechts Weibchen
Eichenschrecke (Meconema thalassium),
links männliche,
rechts weibliche Nymphe
Grünes Heupferd (Tettigonia
viridissima),
Maennchen
Grünes Heupferd (Tettigonia viridissima), Weibchen
Grünes Heupferd (Tettigonia viridissima)
Oben: ältere männliche Nymphe
Links unten: sehr junge männliche, rechts unten: etwas ältere
weibliche Nymphe,
Körperlänge
28-55 mm.
Reife Tiere von Juli bis Oktober
Roesels Beißschrecke (Metrioptera roeselii), Männchen
Körperlänge
14-18 mm.
Reife Tiere von Juli bis Oktober
Die Laubheuschrecken
(Tettigonidae) gehören, wie
auch die Grillen, zu den Langfühlerschrecken, da ihre
Fühler meist
deutlich länger als der gesamte restliche Körper
sind. Im Gegensatz
zu ihren kurzfühlerigen Verwandten, den vegetarischen
Feldheuschrecken (zu denen die bekannten "Grashüpfer" und
Wanderheuschrecken gehören) und Dornschrecken, sind die
Laubheuschrecken fast alle Jäger, die im dichten
Gebüsch auf andere
Insekten lauern und sie mit den bedornten Vorderbeinen
fangen.
Im Gegensatz zu den Feldheuschrecken, die durch Reiben der
Hinterfüße an speziellen Schalleisten ihren Gesang
erzeugen,
geschieht dies bei den Laubheuschrecken durch Gegeneinanderbewegen
der Hinterflügel.
Männchen und Weibchen lassen sich leicht am gekrümmten Legesäbel letzterer unterscheiden. Wie alle Heuschrecken machen auch die Laubheuschrecken eine unvollständige Verwandlung durch. Das heißt, es gibt kein definiertes Larven- und Puppenstadium, sondern die aus den Eiern schlüpfenden Jungtiere entsprechen im Körperbau schon im wesentlichen den erwachsenen Tieren und werden ihnen mit jeder Häutung ähnlicher. Lediglich Flügel und Geschlechtsorgane werden erst bei der letzten Häutung komplett ausgebildet. Wie viele Feldheuschrecken haben allerdings auch einige Laubheuschreckenarten als Erwachsene zurückgebildete Flügel. Bei obiger weit verbreiteter Strauchschrecke (Pholidoptera griseoaptera) etwa besitzt das Männchen nur sehr kurze Flügel, die nicht mehr zum Fliegen, wohl aber sehr gut zum Zirpen geeignet sind. Das Weibchen ist praktisch völlig flügellos.
Demgegenüber besitzen die Eichenschrecke (Meconema thalassium) und das Grüne Heupferd (Tettigonia viridissima) sehr gut ausgebildete Flügel. Beide fliegen aber nur sehr ungern, sondern jagen ihre Beute "zu Fuß". Ebenso wie die Strauchschrecke kann auch das Grüne Heupferd, die größte mitteleuropäische Heuschrecke, sehr gut springen. Wenn man versucht, es einzufangen, sollte man auf der Hut sein: mit den kräftigen Kiefern kann es empfindlich zubeißen!
An geeigneten Stellen (warme Waldränder, Hecken, Brachwiesen mit höherem Bewuchs) kann man im Spätsommer den lauten, hohen Gesang des Grünen Heupferds von mittags bis in die frühen Morgenstunden (mit Aktivitätsmaximum am Abend) hören, wobei die Tiere abends häufig vom niedrigen Gebüsch höher in die Bäume steigen, um möglichst viele der letzten wärmenden Sonnenstrahlen zu erhaschen.
Die Eichenschrecke erzeugt keine Geräusche mit den Flügeln, sondern die Männchen trommeln mit den Hinterfüßen deutlich hörbar auf Blätter, um Weibchen anzulocken. Man trifft die Art im Gegensatz zu den beiden anderen fast ausschließlich auf Bäumen an (aber nicht nur auf Eichen, wie der Name andeutet). Bei ihrem zarten Körperbau nicht unbedingt zu vermuten, ist sie der ausschließlichste Fleischfresser der drei hier vorgestellten Arten und ein wichtiger Faktor bei der Bekämpfung von Schadinsekten im Wald.
Roesels Beißschrecke
(Metrioptera roeselii) kommt
in feuchtem wie trockenem grasigen Gelände vor, auch auf stark
gedüngten Wiesen, auf denen kaum noch andere Heuschrecken
anzutreffen sind. Ihr hoher, schnarrender, ausdauernder Gesang ist
sehr charakteristisch.
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